Schneverdinger Senioren überrascht: Der VNP – das unbekannte Wesen

Schneverdingen. „Das habe ich nicht gewusst, was der VNP so alles macht,  obwohl mir als alter Heidjer sehr viel über unsere Heide bekannt ist“, so fasste Walter Lühmann im Namen der Mitreisenden seine Eindrücke auf der Rückfahrt vom Hof Tütsberg zusammen. Auch die achte Informationsfahrt des Schneverdinger SPD-Ortsvereins für Senioren brachte für die Teilnehmer viele bisher nicht bekannte Informationen, diesmal über die Aufgaben und die Arbeit des Verein Naturschutzpark (VNP).

Schon in seiner Begrüßung wies VNP-Geschäftsführer, Matthias Zimmermann, darauf hin, dass der VNP zwar bundesweit und sogar europaweit hohe Anerkennung genieße, dies vor Ort aber zum Teil  anders sei, meist, weil vielen Heidjern Aufgaben, Aktivitäten und finanzielles Engagement einer der ältesten privaten Naturschutzorganisationen für das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide überhaupt nicht bekannt seien. Neben einem Rückblick auf die Geschichte des 1909 in München gegründeten VNP und  einem Überblick über die Heidepflege im mit über 5200 ha größten zusammenhängenden Heidegebiet Westeuropas erläuterte Zimmermann auch die Aufgaben des Landschaftspflegehofes Tütsberg während eines Rundgangs über den auf biologischer Grundlage wirtschaftenden landwirtschaftlichen Betrieb.

Für die Heidepflege, Betreuung und Weiterentwicklung und die Unterhaltung der 250 Gebäude des VNP, von denen 50 unter Denkmalschutz stehen, werden pro Jahr rund 4,2 Millionen Euro  gebraucht. 1,2 Millionen Euro  kommen von der VNP-Stiftung, der Rest muss jährlich in immer neuen Anträgen beispielsweise beim Land Niedersachsen oder bei der EU beantragt werden. Während die Nationalparke, wie Harz, Wattenmeer oder Bayrischer Wald vollkommen einschließlich des Personals staatlich finanziert werden und fest in den jeweiligen Haushalten der Bundesländer veranschlagt sind, steht der VNP als privater Naturschutzverband immer wieder vor der nicht leicht zu bewältigenden oftmals mit hohem bürokratischen Aufwand verbundenen jährlichen Antragsstellung. 45 Mitarbeiter werden beschäftigt.

Viele offene Fragen auch mit naturschutzfachlichem Hintergrund konnten an dem informativen Nachmittag geklärt werden und Dieter Möhrmann, als Organisator der Fahrt kündigte auch für 2014 eine weitere Informationsfahrt an.

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